IPB Startseite
Institut
Politische Bildung
Migration
Veranstaltungen
Bildungsangebot
Aus der Presse
Links
Newsletter
Kontakt
Impressum

 
Index   Kategorien Aus der Presse
05.09.2010  22:31:24   
Presse Berichte über die Politische Bildung
-Hier findet  alle Presse Berichten über  und von Politische Bildung. Alle Texte werden von Österreichischen Print  und online Medien versammelt.
Aus der Presse

 
     

http://derstandard.at/1271374747138/Alarmierende-Zahlen-zu-fremdenfeindlichen-Einstellungen

Jugendforscherin Polak: Bildung und soziales Umfeld von Jugendlichen entscheiden über Einstellung zum Nationalsozialismus

"Welcher Tag ist heute?" Die Antworten, die derStandard.at bei jungen Studenten am 20. April auf die Frage erhielt waren eindeutig: "Keine Ahnung", "Dienstag" oder "Ist heute schon Bundespräsidentenwahl?" Keiner der Befragten wusste, dass an diesem Tag Adolf Hitler 121 Jahre geworden wäre, wenn er sich 1945 nicht selbst das Leben genommen hätte. Hitlers Geburtstag ist aber offenbar noch immer ein Freudentag für einige Ewiggestrige.

So wurde in einer Facebook-Gruppe zur Geburtstagsfeier der "Braunen Büffel" für den 20. April geladen, die daraufhin, nach zumindest ein paar bestätigten Gästen, geschlossen wurde. Schon im Februar trafen sich neonazistische Musikgruppen in den Niederlanden zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Geburtstagsfest", mit einer Hitler-Abbildung auf dem Einladungsflyer von "Blood and Honour". Und 2001 hat Wolfgang Martinek, der als Wolf Martin bekannte "Dichter" der Kronen Zeitung, dem Nationalsozialisten gar ein Gedicht gewidmet.

Debatte über NS-Zeit müsse weitergeführt werden

Für den 24-jährigen Studenten Dominik ist das "ganz schlimm" und "ein Schlag in das Gesicht der Opfer des Zweiten Weltkrieges und des NS-Regimes". Auch Johanna, die an der Hauptuniversität in Wien studiert "macht so etwas Angst" und es ist für sie "traurig, dass sich Leute noch immer dafür begeistern, obwohl man weiß, wozu diese Ideologien führen können." Jus-Student Manuel plädiert dafür, dass die Debatte um den Nationalsozialismus weitergeführt werden müsse, "zumindest solange es Parteien in Österreich gibt, die das Thema verharmlosen, wie die FPÖ".

Ein Drittel der Jugendlichen denkt ausländerfeindlich

Für Sozialforscherin Regina Polak, die in ihrer Studie unter anderem die Wertewelt der Jugendlichen in Österreich analysiert hat, liegt es vor allem an der Bildung, dem Milieu und dem sozialen Umfeld eines Jugendlichen, welche Einstellung er zum Nationalsozialismus hat. "Es gibt zwar keine genauen empirischen Daten zu nationalsozialistischen Gesinnungen unter Jugendlichen in Österreich, aber die Zahlen zu fremdenfeindlichen Einstellungen sind schon alarmierend genug", sagt Polak zu derStandard.at. Sie verweist darauf, dass etwa ein Drittel aller österreichischen Jugendlichen ausländerfeindlich denken.

Medienpräsenz des Themas durch Rosenkranz

Vor allem seit Barbara Rosenkranz ihre Kandidatur bei der Bundespräsidentenwahl am 25. April angekündigt und durch kryptische Aussagen im Bezug auf Gaskammern im NS-Regime auf sich aufmerksam gemacht hat, ist das Thema Wiederbetätigung und Nationalsozialismus wieder medial präsent. Für den 27-jährigen Studenten Ingo ist diese Präsenz auch gut, denn nur so könnten die "schrecklichen Taten im Gedächtnis behalten werden. Und vielleicht finden sich in der öffentlichen Debatte dann für den einen oder anderen auch Argumente gegen eine rechte Einstellung".

Bundespräsidentschaftswahl für Jugendliche uninteressant

Die Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz dürfte für Ingo aber Österreich "niemals repräsentieren" und auch für Dominik ist sie "unwählbar, weil sie ständig am rechten Rand entlang rutscht." Seiner Meinung nach sollte „ein Bundespräsidentschaftskandidat keine eidesstattliche Erklärung zu seiner Einstellung zum Dritten Reich ablegen müssen". Für Manuel bleibt Rosenkranz auch dann "unglaubwürdig", "wenn sie noch hunderte Erklärungen unterschreibt".

Polak ist der Ansicht, dass manche Jugendlichen "sehr reflektiert" mit der nationalsozialistischen Vergangenheit umgehen, sie aber "nur eine geringe Verbindung zu aktuellen Ereignissen oder Personen herstellen". Das bedeute, dass viele die Aussagen von Barbara Rosenkranz zum Verbotsgesetz nicht  mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in Zusammenhang bringen.

Politisches Engagement unter Jugendlichen nicht neu

Politisches Engagement zeigen junge WählerInnen aber trotzdem immer deutlicher. Immer öfter organisieren sich Demonstrationen in Social Networks wie Facebook oder Twitter. So fand im Jänner eine Demo gegen den rechtsextremen WKR-Ball der Burschenschaften statt. Auch am 25. März demonstrierten über 6.000, überwiegend junger, Menschen beim "Lichtertanz gegen Rosenkranz". Bei der "Geschichtsstunde für Rosenkranz" schließlich legten am 20. April alle Teilnehmer Zettel für die 100.000 ermordeten Österreichern im KZ nieder.

Für Polak ist diese Art von Engagement aber kein neues Phänomen. "Schon seit den 90er-Jahren beobachten wir, dass junge Menschen mit Bildung verstärkt politisch aktiv werden, vor allem seit den Studentenprotesten im vergangenen Jahr hat sich das verdichtet." Auch Dominik war Teil des Lichtertanzes und denkt, dass "solche Aktionen wichtig sind, da sie zeigen, dass es einen Widerstand gegen rechtes Gedankengut in Österreich gibt." Für Johanna sind Proteste insofern "super", als "Leute sich vereinigen und zusammenhelfen, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen." (Bianca Blei/derStandard.at/21.4.2010)


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 
 
Prammer zweifelt am Politik-Verständnis der ÖsterreicherInnen

70 bis 80 Prozent der jungen Leute unter 30 wüssten nicht, was im Hohen Haus passiert

 

 

 

Im Rahmen eines Podiumgesprächs zum Thema "Vertrauen und Politik" am Freitagabend im Plenarsaal des Parlaments, zu dem die deutsche Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan (SPD) geladen war, äußerte sich auch die erste Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) zur Thematik. Bevor man der Politik vertrauen kann, müsse man über sie informiert sein, meinte die Nationalratspräsidentin. "Ich gehe jede Wette mit ihnen ein, dass, wenn sie vor diesem Haus junge Leute unter 30 fragen, was hier herinnen eigentlich geschieht, 70 bis 80 Prozent es nicht wissen", so Prammer.

 

Aber auch den Eltern traut sie anscheinend nicht mehr Wissen über die Vorgänge im Parlament zu. "Den Eltern können wir das auch nicht überlassen, da bin ich mir auch nicht so sicher, ob die das wissen". Vielmehr setzt sie auf "ihre" Demokratiewerkstatt, die jedoch nur ein Mosaikstein sei. Vor allem die Schulen müssten Politische Bildung vermitteln. Widersprechen konnte das Publikum Prammer jedenfalls nicht - zu Beginn des Podiumsgespräches wurde den Gästen bedeutet - darunter auch der ehemalige ÖGB-Präsidet Fritz Verzetnitsch sowie die ehemalige LIF-Chefin Heide Schmidt - dass sie zum Thema keine Fragen stellen könnten: "Das ist aus technischen Gründen leider nicht möglich." (burg/rwh/derStandard.at, 16. Jänner 2009) http://derstandard.at/ 
 
 

Internet-"Wahlkabine" gestartet

Die Politik-Orientierungshilfe soll Wählern helfen, eine Entscheidung zu treffen

 

Sie wissen nicht, wen Sie wählen sollen? wahlkabine.at bietet Ihnen Hilfestellung.

Wien - Sollen in Salzburg alle religiösen Symbole aus öffentlichen Gebäuden entfernt werden? Soll Kärnten bei stationären Pflegefällen die Kosten zur Gänze übernehmen? Sollen Möglichkeiten der Direktdemokratie wie z.B. Volksbefragungen stärker ausgebaut werden?

Das sind drei der insgesamt 25 Fragen, auf die User seit 18. Jänner unter www.wahlkabine.at per Mausklick antworten können. Die Internet-Wahlkabine vergleicht anschließend die Eingaben mit den Standpunkten der Kärntner und Salzburger Parteien und zeigt dann, mit welcher Partei der Wähler die meisten Übereinstimmungen bzw. Abweichungen hat.

Politik abseits der medialen Inszenierung

Das Projekt der Politischen Bildung wird für die beiden Landtagswahlen am 1. März 2009 in Kooperation mit der Kärnten-Ausgabe der "Kleinen Zeitung", den "Salzburger Nachrichten" und dem "Dachverband Salzburger Kulturstätten" realisiert. "Wir sind davon überzeugt", erklären die Initiatoren Konrad Becker und Martin Wassermair vom Institut für Neue Kulturtechnologien, "dass wir mit der Internet-Wahlkabine für die Landtagswahlen an den bisherigen Erfolge anschließen und gleich zu Beginn des Superwahljahr 2009 das große Interesse der Menschen an Politik abseits der medialen Inszenierung bestätigen können".

Für die inhaltliche Korrektheit der Antworten hat ein Redaktionsteam gesorgt, dem Personen mit ausgewiesener Sachkenntnis in der Landespolitik sowie in Politikwissenschaft und Methodik angehören, so Wassermair in einer Aussendung.

Erweitertes Angebot

wahlkabine.at wurde seit 2002 mehr als 2.300.000 Mal bei Landtags- und Nationalratswahlen genutzt und ist mit 65 Millionen Beantwortungen von Einzelfragen die unbestrittene Nummer 1 unter den österreichischen Politik-Orientierungshilfen im Internet. Für die Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg am 1. März 2009 wurde das Angebot erweitert. Neben  Vergleichsmöglichkeiten veröffentlicht die Politik-Orientierungshilfe Kommentare der Parteien zu den einzelnen Fragestellungen. Darüber hinaus steht ein Glossar zur Verfügung, das zentrale Politik-Begriffe erläutert. (red) http://derstandard.at/  19. Jänner 2009

 

 

 

 

Kein Eintrag.
 

 Weitere Themen dieser Kategorie:

  • Presse Berichte über die Politische Bildung
  • Alle Themen dieser Kategorie
  • 711
     
    21.04.2010

     

    E-Mail |

    Siyasi Bilimler Enstitüsü



    Powered by Ugur WEB Solutions | © 1999-2010 | Created with Ugur WEB Plattform