Unsere Philosophie!
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein besonderes Gut, das im Laufe der Geschichte gereift ist und seine jetzige Form erreicht hat. Damit wir von diesem Gut weiterhin Gebrauch machen können, braucht es an Unterstützung, Verständigung und natürlich auch Partizipation.
Als Institut für politische Bildung sind uns diese Aspekte sehr bewusst, aus diesem Grund nehmen wir diese Herausforderung gerne an.
Die Geschichte des 20.Jahrhunderts, sei es in Europa oder anders wo auf der Welt, hat uns gezeigt, dass Diktaturen oder andere Antidemokratische Regime die Menschheit sehr leicht am Rande des Abgrundes bringen können. Um derartigen Katastrophen vorbeugen zu können, ist es unsere Pflicht dieses Gut, dass eine Jahrhunderte lange Reifung hinter sich hat, zu pflegen.
Die Geschichte Europas und auch die Geschichte Österreichs war in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen. Dank der demokratischen Institutionen haben die kriegerischen Auseinandersetzungen nach dem Ende der Diktaturen in Europa aufgehört.
Die Dynamik der Geschichte ist nicht beendet, ganz im Gegenteil, sie geht weiter. Darum müssen wir die neuen Herausforderungen annehmen und für ein friedliches Miteinander streben.
Wir als „Institut für Politische Bildung“ haben uns das Ziel gesetzt, diesem Prozess einen demokratischen Beitrag zu leisten.
Aus diesem Grund sind wir gewillt, mit allen Institutionen und natürlich auch Personen die das gleiche Denken und unser Anliegen teilen, zusammen zu arbeiten.
Seit der Antike wurde Politik sehr verschieden interpretiert und auch angewendet. Für uns ist Politik, die Kunst der Teilnahme an den demokratischen Prozessen, sowohl mit öffentlich als auch mit privaten Mitteln.
In der Blütezeit der attischen Demokratie war das Streben eine bessere Regierungsform zu finden. Die Sophisten waren die Politiklehrer in Athen, mit Demokratie haben sie einen neuen Schwung bekommen. Die Athener waren wohlhabende Menschen, um aber funktionieren zu können brauchte das neue System Erfahrung und Wissen. Deshalb legte man viel Wert auf die Politische Bildung.
Die Sophisten waren die Lehrer der Politischen Bildung, bei ihnen konnte man sich politisch bilden lassen, um an der Attischen Demokratie teilnehmen zu können.
Sokrates ist der berühmteste unter den Sophisten, die sich im Agora bewegten und mit dem einfachen Volk philosophierten. Er unterschied nicht zwischen der Politischen Bildung und der Philosophie. Für ihn gab es keinen Unterschied.
Für uns als „Institut für Politische Bildung“ ist die Politische Bildung eine Lebensaufgabe. Wir leben in Österreich und es ist unser Anliegen Österreich mit seinem Politischen System und Institutionen, also die Politik, den Leuten näher zu bringen. Außerdem ist es für uns eine wesentliche Aufgabe, die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart anzunehmen, um uns besser auf die Zukunft vorbereiten zu können.
Sinan Ertugrul , Mehmet Soytürk